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Kaninchenerkrankungen
RHD:
Ist eine erst 1984, erstmals in China beobachtet Kaninchenseuche. Sie wird auch als Chinaseuche bezeichnet. Diese Seuche ist eine der verlustreichsten Kaninchenseuchen. Sie wird durch einen Virus verursacht, der bis zu 7 Monate infektiös bleiben kann.
Die Krankheit wird direkt von Tier zu Tier bzw. indirekt durch Stallung, Kleidung, Futter und Arbeitsmittel übertragen.
Typisch für RHD sind plötzlich auftretende Todesfälle ohne vorher erkennbare Anzeichen einer Erkrankung zu finden. Der Tod kann auch erst 2-3 Tage nach der Infektion auftreten.
Charakteristisch für Kaninchen, die an RHD verendet sind, sind der nach hinten gebogene Kopf und der blutig-schaumige Nasenausfluss.
Man kann die Krankheit nicht heilen. Eine vorbeugende Impfung bildet die einzige Möglichkeit für die Erhaltung der Bestände.
Kaninchen sollten ab der 6. Lebenswoche 1 Mal pro Jahr geimpft werden.
In die Impfung sollte ohne Lücken immer der gesamte Bestand einbezogen werden.
Myxomatose:
Bei der Myxomatose ist ein Pockenvirus der Verursacher. Der Virus wird vorrangig durch stechende und saugende Insekten, wie Mücken und Flöhe übertragen. Auch eine direkte Übertragung von Tier zu Tier, durch Menschen, Futter und Arbeitsgeräte kann erfolgen.
Die Krankheit beginnt meist durch Rötung und Anschwellung von Augen, Ohren und Genitalien.
Im weiteren Verlauf treten Knoten mit Eiterbildungen auf. Die Krankheit führt bei einer Vielzahl von Tieren innerhalb von 8 – 14 Tagen zum Tod. Bei ungeschützten Tieren kann der Tod schon wenige Tage nach der Infektion ohne Ausbildung des typischen Krankheitsbildes eintreten.
Die Krankheit kann man neben einer tierschutzgerechten Haltung auch durch vorbeugende Impfung eindämmen.
Die Tiere sollten ab der 6. Lebenswoche halbjährlich geimpft werden.
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